WB Sommertour 2025
Weilermer Biker erkunden das obere Wolftal.
Die im vergangenen Jahr 2024 angedachte Herbsttour – damals wegen schlechtem Wetter abgesagt – hatte diesmal als Sommertour beste Bedingungen. Hochsommerliche Temperaturen waren angesagt und der Boden war abgetrocknet. 8 Biker, davon 2 Bikerinnen, verabredeten sich zum Treffpunkt in Bad Rippoldsau. Pünktlich um 10.00 Uhr Gongschlag der Mater Dolorosa Kirche vor Ort ging es auf eine kleine Aufwärmrunde ans Ortsende. Dort hatte unser Guide Werner noch so manches zur Ortsgeschichte des ehemals bekannten Kurortes zu erzählen. Zum Akklimatisieren rollten wir zunächst gemütlich talabwärts und immer schön des Wolfbaches entlang. Im Ortsteil Burgbach angekommen, wurde uns dann bewusst, wie weit oben es ungefähr enden wird. Auf steilem Asphalt ginge es zuerst stetig bergan mit bis zu 20%iger Steigung. Die Beine waren frisch und so wurden die wiederkehrenden Angebote des Guides, mal etwas innezuhalten, lächelnd abgelehnt. Naja, hoffentlich wird sich das nicht rächen.
Oben am Burgbachblick angekommen wurden die Bikes hinter Holzstapeln abgestellt und wir machten uns zu Fuß zur exponierten Stelle, eine kleine Hütte auf einem Felsvorsprung. Wir genossen einen tollen Ausblick ins Wolftal und auf die hinteren Schwarzwälder Höhenzüge. Bis auf Zwei, die die Bikes hüteten, wollte die Truppe unbedingt noch den spärlichen Wasserfall aufsuchen. Also nochmals 60 m auf steilem wild romantischen Pfad zu Fuß nach unten zum besagten Wassersturz. Die Wassermengen hielten sich jahreszeitlich bedingt in Grenzen und daher war die Begeisterung überschaubar. Dennoch war man von dem Ort sehr angetan und die Handys wurden gezückt.
Nun musste man die 60 m Höhenunterschied abermals überwinden, diesmal aber bergauf und das mit Radschuhen!!! Da kommt der Puls wieder richtig in Schwung.
Oben angekommen machte man sich alsbald auf die weiteren, teils mühevollen Höhenmeter Richtung Kniebis. Zunächst auf anspruchsvollem Pfad, dann auf Schotter bis Zwieselberg, einem kleinen Dörfchen mit ca. 60 Seelen. Dort war dann dringend eine Pause nötig, die wir im Schatten am Waldrand improvisierten.
Mit frischen Körnern folgten wir dem langen badenwürttembergischen Grenzweg. Dieser schmale mit Wurzeln und Steinen übersäte Pfad brauchte einiges an Kondition und Konzentration. 42 alte Grenzsteine säumten den Weg im Abstand von 100 m und zeigten uns, dass wir uns auf der badischen Seite befanden. Endlich erreichten wir die Abendwiesenhütte und damit den Ort der Besinnung. Dort füllten wir wieder unser Körnerdepot und machten uns weiter auf den Weg zum Hotel Waldblick. Dort kamen wir nicht ohne eine ausgiebige Kaffeerast vorbei.
Danach folgten wieder etliche Höhenmeter raus aus Kniebis weiter zum Aussichtspunkt oberhalb vom Sternehotel Dollenberg. Der weite Blick Richtung Frankreich begeisterte und die Sicht war wegen dem traumhaften Wetter perfekt.
Nach ausgiebigem Schauen mussten noch die letzten Höhenmeter auf Schotter bezwungen werden, bevor es dann auf dem herausfordernden Höhenweg weiter zur Lettstädter Hütte ging. So manch knifflige Stelle musste überwunden werden. Wer dann meinte, es wäre geschafft, irrte sich gewaltig. Jetzt folgte die spannende Abfahrt zum Glaswaldseeblick und schlussendlich bis zum Glaswaldsee. Da war sehr gutes Fahrkönnen gefragt.
Auf dem weiteren Weg verloren wir nun immer mehr an Höhe, doch die Konzentration war immer noch gefragt. Plötzlich, wie aus dem Nichts, tat sich dann ein kleines Gehöft auf mit einer unterirdischen Überraschung. Während die Bewohner fleißig beim Heuen waren, hoben wir den kühlen Schatz per Seilwinde und gönnten uns ein kühles Getränk.
Alsbald machten man sich auf den letzten Abschnitt der Runde, die immer noch Einiges an Aufmerksamkeit und Fahrkönnen abverlangte. Die Höhenmeter purzelten und wir erreichten vor Seebach und folgten nun wieder der Wolf entlang zurück nach Bad Rippoldsau.
Die Abschlusseinkehr fand im Gasthof Bad im Christofstal statt, wo wir hervorragende schwäbische Küche genossen.
Unsere Tagesleistung bei hochsommerlichen Temperaturen waren ca. 45 km bei knapp 800 Höhenmetern auf sehr anspruchsvollem Geläuf.
Danke an Werner für die tolle Tour.